Interview mit Joelina Breyvogel, Sina Klute, Johanna Lofing – den Dachwelten Preisträgerinnen 2024, TH Ostwestfalen-Lippe, beim RooftopTalk #26
Das zirkuläre Bauen spielt natürlich eine immer größer werdende Rolle in unserem Innenarchitektur-Studium. Besonders, wenn es um das Thema Materialien bei uns geht. Und da lernen wir in der Uni natürlich auch schon sehr viel darüber. Wir haben Fächer, wo es um Nachhaltigkeit geht, zum Beispiel Materialien selbst herzustellen oder umzunutzen. Und auch die ökologischen Eigenschaften von Materialien kennenzulernen. Zum Beispiel auch bei unserem Projekt vom Dachweltenwettbewerb was wir gerade auch vorstellen durften, haben wir auch einen großen Wert auf Nachhaltigkeit gelegt und die Aspekte von Reuse und Recycle zum Beispiel weitestgehend beachtet. Das heißt, wir haben Materialien wirklich aus dem Abrissgebäude versucht im Neubau auch wieder zu integrieren, um hier auch noch mal so ein Dialog von dem Alten und dem Neuen herzustellen. Wir haben auch natürlich versucht, mit Dachbegrünung zum Beispiel zu arbeiten mit Photovoltaikanlagen, also hier auch nachhaltigen Energien direkt im Neubau dies zu integrieren. Aber Nachhaltigkeit beginnt für uns Planerin auch schon bei der Planung des Grundrisses, nämlich einen funktionalen Grundriss möglichst zu gestalten. Das heißt, wir haben uns die Gestaltungsansätze von Multifunktionalität und Modularität zu Herzen genommen und versucht, Räume zu schaffen, die eben auch in der Zukunft umgenutzt werden können und so eben auch zukunftsfähige Raumkonzepte darstellen. Ich denke, auch wenn wir in unserem Studium schon immer mehr über das Thema Nachhaltigkeit reden, sollten wir trotzdem auch noch mehr Transparenz und Aufklärung bekommen. Zum Beispiel auch bei der Kennzeichnung von Materialien ist es für uns sehr wichtig, dass wir als Gestalterinnen schnell erkennen können, wie nachhaltig ein Produkt wirklich hergestellt wird und dann auch verarbeitet werden kann. Und was uns als Studentinnen einfach auch sehr viel hilft, ist natürlich, Praxisbeispiele zu sehen oder auch Kooperationen mit Unternehmen und Herstellern zu bekommen, die uns schon früh im Studium zeigen, wie wir zirkuläres Bauen auch in Entwürfe integrieren können.
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